Mittwoch, 14. Mai 2008

Das Lächeln der Mona Lisa- The Smile of Mona Lisa



gesehen im Pariser Louvre. Einer von vielen, die dieses Bild vor uns bestaunten, war Kurt Tucholsky. Was er sich dabei dachte, hat er in diesem kleinen Gedicht festgehalten:

Das Lächeln der Mona Lisa

Ich kann den Blick nicht von dir wenden.

Denn über deinem Mann vom Dienst

hängst du mit sanft verschränkten Händen

und grienst.



Du bist berühmt wie jener Turm von Pisa,

dein Lächeln gilt für Ironie.

Ja ... warum lacht die Mona Lisa?

Lacht sie über uns, wegen uns, trotz uns, mit uns, gegen uns –

oder wie –?


Du lehrst uns still, was zu geschehn hat.

Weil uns dein Bildnis, Lieschen, zeigt:

Wer viel von dieser Welt gesehn hat –

der lächelt, legt die Hände auf den Bauch und schweigt.



Theobald Tiger

Die Weltbühne, 27.11.1928, Nr. 48, S. 819,


seen in the Louvre in Paris
One of so many people who gazed at this picture before us was Kurt Tucholsky. What he tought about it he wrote down in this little poem:


The Smile of Mona Lisa (1928)

I can't turn my eyes from you
the way you hang over your guardian
with softly folded hands,
and grin.

As famous as the Tower of Pisa
your smile stands for irony.
Yes... why is the Mona Lisa smiling?
Is she laughing at us, about us, despite us, with us
against us -
or some other why?

You silently teach us what must be
because your image, Lisa, proves:
one who has seen much of this world
smiles, lays the hands on the abdomen
and is silent.

Kurt Tucholsky (1890 – 1935)

Vom Glück des Reisens- About the Happiness of travelling

Ich bin zurück aus der Traumstadt Paris. Noch ganz verzaubert und voller Eindrücke. Ein Lied - mitgebracht aus Paris- geht mir nicht mehr aus dem Kopf.

Wir haben es gehört auf einer Brücke in Paris, gesungen von Jimmy.
Das hier ist Jimmy. Man beachte die Einmannkapelle, bestehend aus Gitarre, Mundharmonika und doppeltem Schlagzeug, mit den Füßen tanzend zu bedienen, dazu eine tolle Stimme:



I'm back from the dream city Paris. Still quiet enchanted and full of impressions. A song- brought from Paris- doesn't go out of my head.
On a bridge in Paris we listened to Jimmy who sang this song.

Here is Jimmy. Pay attention to the one-man-band-drum-rig, consisting of guitar, harmonica and drum kit, handling dancing by foots, together with a awesome voice:





Hier (unter Gallerie) gibt es einen Eindruck davon samt kleiner Kostprobe der Lieder: Jimmy-Jimmy

Hier ist das Lied zum Mitsingen für Euch. Ein traurig schönes Lied von dem kleinen Drachen Puff und seinem Freund, dem kleinen Jacky Paper. Den Text könnt Ihr aber auch unten angucken. Ich musste ihn gleich mal raussuchen. Wie schön, dass es das Internet gibt!

Here (under gallery) you get an impression of this together with a sample of the songs: Jimmy-Jimmy


Here is the song for you to sing along. A sad pretty song of the little dragon Puff and his little friend Jacky Paper. You can also look at the text down here. I even had to search it. How nice we have the internet!





PUFF, the magic dragon

PUFF, the magic dragon lived by the sea
And frolicked in the autumn mist in a land called Honah Lee,
Little Jackie Paper loved that rascal PUFF,
and brought him strings and sealing wax and other fancy stuff.

OH PUFF, the magic dragon lived by the sea
And frolicked in the autumn mist in a land called Honah Lee,
PUFF, the magic dragon lived by the sea
And frolicked in the autumn mist in a land called Honah Lee,

Together they would travel on a boat with billowed sail
Jackie kept a lookout perched on PUFF's gigantic tail,
Noble kings and princes would bow when'er they came,
Pirate ships would lower their flags when PUFF roared out his name

OH, PUFF, the magic dragon lived by the sea
And frolicked in the autumn mist in a land called Honah Lee,
PUFF, the magic dragon lived by the sea
And frolicked in the autumn mist in a land called Honah Lee,

A dragon lives forever but not so little boys
Painted wings and giant rings make way for other toys.
One gray night it happened, Jackie Paper came no more
And PUFF that mighty dragon, he ceased his fearless roar.

His head was bent in sorrow, green scales fell like rain,
PUFF no longer went to play along the cherry lane.
Without his life-long friend, PUFF could not be brave,
So PUFF that mighty dragon sadly slipped into his cave.

Oh! PUFF, the magic dragon lived by the sea
And frolicked in the autumn mist in a land called Honah Lee,
PUFF, the magic dragon lived by the sea
And frolicked in the autumn mist in a land called Honah Lee

Donnerstag, 24. April 2008

Eine weitere kleine Freude ...

... gefunden bei den Fun-Bildern

Kleine Freuden

Worüber ich mich heute gefreut habe:

Am Morgen ein kurzer Gartenrundgang, alles blüht, die Vögel zwitschern, habe Tulpen für die Vase geschnitten und ein Sommertischtuch aufgelegt. Das Haus soll atmen. Die Liege steht im Garten mit Kuscheldecke bereit.
Habe mir meine Lieblingsjacke bestellt. Ich hoffe, sie sieht so schön aus wie im Katalog und vor allem sie passt. Mitte Juni wird geliefert, bis dahin ist Vorfreude angesagt.
Habe ein paar Körner Weizen in einen kleinen Blumentopf gesteckt- das soll Weizengras für meine Rohkostversuche werden für wunderbare Gesundheit. Darauf bin ich gespannt.

Sunny

Nachtrag: Beim Schreiben wollte immer irgendein "aber" reinrutschen (Jacke in Größe 44, eigentlich sollte es doch 42 sein, Lieferzeit erst so spät,
Gartenrundgang mit sehr aktiven Schnecken), komme mir langsam auf die Schliche, wie ich mir das Leben schwermache.
Nein, die "aber" sind nicht gut für mich, wenn ich das Glück suchen will.

Mittwoch, 16. April 2008

Leben im Hier und Jetzt

Das Gestern ist nichts als ein Traum und das Morgen nur eine Vision. Das Heute jedoch – recht gelebt macht jedes Gestern zu einem Traum, voller Glück und jedes Morgen zu einer Vision voller Hoffnung - darum achte gut auf diesen Tag (Sanskritspruch)

Glück gibt es nur ...

Glück gibt es nur, wenn wir vom Morgen nichts verlangen und vom Heute dankbar annehmen, was es bringt, die Zauberstunde kommt doch immer wieder
(Hermann Hesse)

Mittwoch, 9. April 2008

Fundstück: What a lucky man you are

Der letzte Ferienabend in dem quirl'gen Sonnenland, ein letztes Mahl
gemeinsam in dem Strassenrestaurant: Brotkrumen, halbvolle Gläser,
Rotweinflecken auf Tischdecken aus Papier. Gegegessen und getrunken, viel
erzählt und viel gelacht, das letzte, aber diesmal wirklich letzte Glas
gebracht, Malereien und Strichmännchen und das Wechselgeld im Teller schon
vor mir. Am Nebentisch ausser uns nur noch das grauhaar'ge Paar aus Texas,
diese Golfhose, die Föhnfrisur, na klar! Den ganzen Abend haben sie zu uns
rübergeseh'n, sie zahlen, stehen auf, und er bleibt kurz neben mir steh'n,
beugt sich zu mir herunter und sagt leise zu mir im Geh'n: "What a lucky man
you are!"

Ich will etwas erwidern, und ich suche nach dem Wort, doch eh' ich es noch
find', sind sie mit einem Lächeln fort. In den Stuhl zurückgesunken, lass'
ich den Blick in die Tischrunde geh'n zu dem grossen jungen Mann, der mir da
gegenübersitzt, in dessen dunklen Augen Witz und Aberwitz aufblitzt, aus
denen Schabernack und alle Traurigkeit der Welt mich zugleich anseh'n.
Spassvogel, Weltverbesserer - ein bisschen, wie ich war -, und ich seh' mich
in ihm wieder, noch einmal ein junger Narr. Gestern habe ich ihn noch in
seinen Kindersitz gesteckt, heut' sitzt da dieser Grizzly, der sich räkelt
und sich streckt, ein bisschen wie mein grosser Bruder, der mir jeden
Strolch verschreckt - "What a lucky man you are!"

Dann, da, zu meiner rechten, der, der alles anders macht, aus dessen
Widersprüchen mich mein Spiegelbild anlacht, der, wenn es zwei Wege gibt,
immer den schweren nimmt, der sich auflehnt, der alles auf die harte Tour
lernen muss, der zärtlich ist und weich sein kann und eine harte Nuss, der
frei ist, ein Rebell, der furchtlos und allein gegen den Strom anschwimmt.
Da ist das junge Mädchen mit dem langen, dunklen Haar, voll Lebenslust und
Übermut, ganz und gar unzähmbar, mit einem Willen, dem sich besser nichts
entgegenstellt, mit einem Blick, an dem jeglicher Widerstand zerschellt, mit
einem Lachen, das auch den dunkelsten Tag aufhellt - "What a lucky man you
are!"

Da ist die Frau an meiner Seite, die diese Arche mit mir lenkt, die mir ihre
schöne Seele und ihre Klugheit schenkt, die ich liebe, und an der ich jedes
kleinste Wort und jede Regung mag, die Freundin, die Komplizin, die mit mir
zusammenhält wie Pech und Schwefel, zwei gegen die ganze Welt, mit der ich
jeden Lebenssturm durchqueren kann und jeden ganz normalen Tag. Und ich
sitz' da vor Kopf, noch immer stumm, schon sonderbar - da kommt ein
Wildfremder an deinen Tisch und macht dir klar: Du hast alles, was du
wolltest, was um alles in der Welt, wieviel unwichtiges Zeug dir oft den
Blick darauf verstellt! Manchmal brauchst du einen Fremden, der dir einen
Spiegel vorhält: "What a lucky man you are!"

"What a lucky man you are!", "What a lucky man you are

(Quelle Reinhard Mey)

Reinhard Mey kommt im Oktober zum Konzert in meine Stadt. Da will ich hin. Seine Lieder haben mich durch fast das ganze Leben begleitet.
Wie zum Beispiel diese beiden hier: